Bitte stören

Neben der Lichtinstallation zeigten die Masterstudenten in der Ausstellung „Bitte stören“ ihre Visionen von interaktiven Hotelzimmern. Was wäre, wenn die Räume des Hotels „Monte Christo“ zum Informationsträger, zur Projektionsfläche und Raumillusion, Ort der Erinnerung und der Transformation werden? Das Hotelzimmer geht einen Dialog mit seinen Benutzern ein.

Ziel der Entwürfe ist es, die Übernachtung in dem Hotel Monte Christo zu einem atmosphärischen Raumerlebnis zu machen. Hierfür spielen insbesondere die Interaktion, der Einsatz von Licht und neuen Medien sowie innovativer Materialien eine entscheidende Rolle. Der Besucher konnte in fünf verschiedenen Stehlen durch einen symbolischen Türspion jeweils eine digitale Abfolge des jeweiligen Entwurfes anschauen.

Von den Studierenden wurden vier Hotelzimmer und der Eingangsbereich sowie der Flur geplant.

Alle Entwürfe stehen unter dem Überthema der Interaktion, setzen sich jedoch auf verschiedene Art und Weise damit auseinander.


ZIPyellow
Entpacke, entdecke und verhülle.

Das Zimmer „ZIPyellow“ besitzt eine flächendeckende Bespannung aus Neopren und gezielt eingenähten Reißverschlüssen. Es entsteht ein homogener und zugleich ungewohnt modifizierter Raum, der den Besucher auffordert die verborgene Welt selbst zu entdecken.

anDenken Vergangenheit verbirgt Gegenwart und öffnet Zukunft.

Das Zimmer mit dem Titel “anDenken“ zeigt eine skulpturale Kofferwand. Der Gast wird beim Betreten auf eine Reise in die Vergangenheit geschickt. Aufkleber und Gebrauchsspuren erinnern an Reiseziele und Abenteuer jedes Einzelstücks. Vom nötigen Stauraum bis hin zum integrierten Tisch kann der Gast alle Nutzungsmöglichkeiten in den Koffern entdecken.


4Raumzeiten Bau dir deine Welt wie sie dir gefällt.

Beim Betreten des Zimmers „4 Raumzeiten“ sieht man einen dunklen Raum mit weißen Projektionsflächen. Der Gast kann zwischen vier Raumatmosphären wählen, um sich eine Umgebung zu schaffen, in der er sich niederlassen möchte. Der neutrale Raum verwandelt sich durch mehrere an der Decke angebrachte Beamer in das Oma-Zimmer, die Designer-Wohnung, das Barock-Zimmer oder den Schlafplatz unter der Brücke.

Halbpension Vom Halbmöbel zum Vollmöbel.

Merkmal des Zimmers »Halbpension« ist eine verspiegelte Wand, die sich durch das Zimmer zieht. Jedes Möbelstück wird optisch halbiert dargestellt, findet im Spiegelbild seine zweite Hälfte und erscheint so als Ganzes. Zusätzlich werden die Raumgrößen und Strukturen entfremdet und scheinbar aufgelöst.

Stadtgespräch Wegbegleiter zu den Zimmern mit hohem Informationsgehalt.

Durch den Eingangsbereich und Flur zieht sich ein abstrahierter Schwarzplan der Stadt Köln. Der Betrachter kann hier Informationen aus den Bereichen Sehenswertes, Nachtleben, Gastronomie und Architektur sammeln.

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